Fördermaschinenhaus der ehemaligen Steinkohlenzeche Vereinigte Wallfisch, Witten-Düren, Baujahr um 1850
Denkmalliste Stadt Witten, A-14, eingetragen 1983

Der Bergbau im Norden Wittens hat eine lange Vergangenheit. Ein Stollenbetrieb und Kohlengräberei im späteren Feld der Zeche Vereinigte Wallfisch wird für spätestens im 18. Jahrhundert angenommen. Dies lag an den oberflächennahen Kohleflözen in dieser Region. Am 30. April 1850 wurden die Felder Steinbergerbank, Stephansbank, Stepahnibank, Wallfischbank und Crengeldanz I – III zum Steinkohlebergwerk Vereinigte Wallfisch konsoliert. Da die Förderung hauptsächlich in das Feld Wallfischbank gelegt wurde, erfolgte der Bau des heute noch stehenden Maschinenhauses an dieser Stelle. Heute wird das Gebäude nach Umbauarbeiten als Wohnhaus genutzt.
Das Gebäude ist aus braun-gelbem Ruhrsandstein errichtet. Es verfügt über drei Geschosse und einem ausgebauten Dachgeschoß, das mit einem Satteldach, dessen First in Nord-Süd-Richtung liegt, abgeschlossen ist. Das Mauerwerk besteht aus dem genannten Ruhrsandstein. Die Ecken des Gebäudes besitzen eine charakteristische Riffelung der Oberfläche im Sandstein. Fenster- und Türlaibungen sind aus rot-brauen Ziegeln hergestellt. Beide Giebel sind in Backstein gehalten.
Süd-Seite:
Die ursprüngliche rundbogige Türöffnung im Erdgeschoß wurde nachträglich zu einer normalgroßen Tür mit leichtem Bogen aus Ziegeln verkleinert. Hier befindet sich der Eingang für die obere Wohnung. Über dieser Tür im 1. Obergeschoß befindet sich ein Rundbogenfenster. Im zweiten Obergeschoß befinden sich drei Rundbogenfensteröffnungen. Das mittlere Fenster ist etwas erhöht. Die zwei Fenster im Giebel bringen Licht in die Dachgeschoßräume.
Ost-Seite:
Im Mauerwerk sind zwei große Türbögen, die ehemals den Zugang zum Inneren gewährten. Der südliche ist heute mit einer normalgroßen Tür versehen. Hier ist der Eingang zur unteren Wohnung. Der nördliche ist als großes Fenster genutzt.
Nord-Seite:
Es ist zu erkennen, dass an dieser Seite ein Anbau Stand – Maschinenhalle. Sie wurde im 2. Weltkrieg durch eine Bombe zerstört. Die Fundamente sind noch 30 – 50 cm oberhalb der Erde zu sehen. Oberhalb des oberen Rundbogens waren noch zwei Öffnungen für die Seilführung. Sie sind mit Natursteinen zugemauert. Das Fenster unter dem Rundbogen ist mit Ziegelsteinen zugemauert. Der untere Rundbogen ist ein Fenster zur unteren Wohnung.

West-Seite:
Auch hier gab es mehrere Rundbogenöffnungen, die heute Fenster bzw. Türöffnungen sind. Die Türöffnung an der Südseite der Wand ist der Zugang aus dem Treppenhaus der oberen Wohnung in den seitlichen Garten.
Die Abteufe erfolgte ca. 1838 und die Stillegung 1923.
Wolfgang Lippert